Fotografie Lexikon

Film "pushen" / "pullen"

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Man kann einen  Film "pushen". Das bedeutet, dass das Foto beim Fotografieren zunächst unterbelichtet wird, dafür später aber länger entwickelt wird. Ergebnis ist, dass Kontraste stärker zum Vorschein kommen, das Foto wirkt insgesamt "härter". Das kommt daher, dass dunkel (bzw. wenig belichtete) Stellen im Negativ beim Entwickeln natürlich auch "dunkel" bleiben, hellere Stellen wie Scheinwerfer aber noch mehr hervorgehoben werden. Auch Farben kommen kraftvoller zum Vorschein.

Wie wird´s gemacht? Bei Fotoapparaten die es zulassen, wird anfänglich (oder für ein einzelnes Bild) die ISO Zahl um eine (max. 2) Stufen angehoben. Also 'verdoppelt': z.B. von ISO 200 auf 400 bzw. auf 800. Mit jeder Erhöhung der ISO Zahl erhöht sich die Blende um +1 (z.B. ISO 400 auf 800). D.h. wiederum, dass sich die Entwicklungszeit um den Faktor 1.33 - 1.35 verlängert. Beim Entwickeln in Laboren sollte man daher angeben, wie man den Film belichtet hat.

Die Effekte des Pushens sollte jeder mal für sich selber ausprobieren. Es gibt hier ebenfalls keine Faustregeln. Das gegenteilige Verfahren ist das "pullen".
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