Geschichte der Fotografie

Geschichte der Fotografie

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Eine "Lochkamera" entsteht - die camera obscura

Alles begann mit der sogenannten "camera obscura" der Begriff wurde v.a. von Johannes Keppler geprägt) was nichts anderes heißt als "Dunkle Kammer". Im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen Kasten, an welchem an einer Wand ein kleines Loch angebracht ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kastens projizierte sich (umgekehrt) dann das durch das Loch einfallende Licht an die Wand. Zum einen diente sie als Zeichenhilfe, war andererseits aber auch aufgrund ihrer ausgefallenen physikalischen Funktionsweise eine Attraktion. In England baute man sogar begehbare Modelle der "Camera obscura".

Das erste Foto der Welt - mit sage und schreibe 8 Stunden Belichtungszeit

1816 gelang es dann Joseph Nicéphore Nièpcecht erstmals mit Hilfe der camera obscura ein Bild festzuhalten und auf Chlorsilberpapier zu bannen. Problem nur - er erstes-foto-der-welt-niepcekonnte es nicht fixieren. Aber schon 1826 präsentierte er das erste Foto der Welt: Ein Blick aus seinem Arbeitszimmer, im Format 20x16,5 cm. Die Belichtungszeit betrug 8 Stunden. Louis Jacques Mandé Daguerre verwendete ein paar Jahre später ein noch besseres Verfahren, indem er die Fotografien mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen entwickelte und anschließend einer Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung unterzog (die sog. "Daguerreotypie"). Diese auf Kupferplatten gebannten Bilder waren allesamt Unikate. Die Talbotypie (benannt nach William Henry Fox Talbot) machte es dann wenig später möglich, Negative herzustellen und daraus Positive zu entwickeln. Das machte es leicht Fotos zu vervielfältigen. Bisher war jedes Bild lediglich ein Unikat. Damit war der Siegeszug der Fotografie praktisch eingeleitet: Das aufstrebende Bürgertum und die Möglichkeit der massenhaften Vervielfältigung ebneten dafür den Weg. Portraitaufnahmen erfreuten sich nun zunehmend auch außerhalb adeliger Schichten wachsender Beliebtheit. Die immer noch langen Belichtungszeiten forderten jedoch von Fotografen und Fotografierten äußerste Disziplin ab.

Von analoger zu digitaler Fotografie

Ende des 19. Jahrhunderts machte die Fotografie große Schritte in ihrer Entwicklung. Der Zelluloidfilm wurde erfunden (1887) und bessere Linsen (v.a. der Firma Zeiss) machten noch bessere Fotos mit kürzerer Belichtungszeit möglich. Bereits 1907 entwickelten die Gebrüder Lumières den ersten Farbfilm. Schließlich landete diese Entwicklung heute bei der Digitalfotografie. Bereits 1981 gab es einen ersten Versuch. Fast unbeachtet stellte SONY auf der Photokina eine "Magnetic Video Camera" (kurz: MAVICA) vor. Mit ihr konnte man Bilder auf einer 2 Zoll großen Diskette speichern - die erste Digitalkamera der Welt. 1988 führte Canon dann die ersten für den Markt bestimmten "Still Video Cameras" ein. 1990 fiel dann mit der DCS-100 von Kodak der eigentliche Startschuss in die digitale Ära.

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